ZAHLEN VERSTEHEN

Warum die GPS-Pace springt: Messintervalle und Scheingenauigkeit

Auch eine präzise aussehende Zahl kann auf einer unsicheren Messung beruhen. Wer die Größenordnung versteht, liest Laufdiagramme besser.

Dieselbe Streckenabweichung von zehn Metern auf hundert Metern und einem Kilometer

Kurze Abschnitte verstärken Streckenabweichungen

Bei konstanten 5:00 min/km dauern 100 Meter 30 Sekunden. Zeichnet eine hypothetische Messung dafür 110 Meter auf, ergibt sich eine Pace von etwa 4:33 min/km. Bei 1.000 Metern in 300 Sekunden ergeben aufgezeichnete 1.010 Meter etwa 4:57 min/km. Dieselben 10 Meter wirken relativ deutlich schwächer.

Das ist ein Empfindlichkeitsbeispiel, keine Gerätespezifikation. Ein Genauigkeitsradius für die Position ist nicht gleichbedeutend mit einem Fehler der aufsummierten Laufstrecke. GPS.gov erklärt, dass Abschattung, Reflexionen und Empfängereigenschaften die gemeldete Position beeinflussen.

Mehr Messpunkte bedeuten nicht automatisch mehr Wahrheit

Ein Messpunkt beschreibt einen bestimmten Zeitpunkt. Dicht aufeinanderfolgende Werte können unter derselben Abschattung oder demselben Sensorproblem leiden. Eine Verbindungslinie beweist nicht, dass alle Zwischenwerte gemessen wurden. Eine glatte Kurve kann fehlende Beobachtungen nicht wiederherstellen.

Eine Momentanpace und ein Kilometersplit beantworten unterschiedliche Fragen. Der erste Wert beschreibt ein kurzes Intervall, der zweite eine längere Strecke und Zeit. Ein kurzer Antritt kann real sein, obwohl er den Kilometerdurchschnitt kaum verändert. Ein längeres Fenster ist nicht für jede Frage besser.

Nachkommastellen sind eine Darstellungsentscheidung

5,003 km statt 5,00 km zu zeigen fügt Ziffern hinzu, keine Belege. Prüfe vor der Deutung kleiner Änderungen Route, Aufzeichnungsquelle und lückenlose Abschnitte. Vergleiche längere ähnliche Strecken, wenn die Momentanpace schwankt. Lass gezielte Intervalle dabei getrennt, damit ihr Zweck sichtbar bleibt.

Schau hinter die Zusammenfassung

Runome zeigt die aufgezeichnete Route und verfügbaren Messreihen in den Laufdetails. Nutze diesen Kontext, um sinnvolle Vergleiche auszuwählen. Ein Diagramm hilft besonders dann, wenn du eine gemessene Änderung von einer Frage unterscheiden kannst, die diese Daten nicht beantworten.

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